„Crossing Europe“- Filme in Dornbirn: Die noch unbekannten Tage
- https://zmi.spielboden.at/Plone/veranstaltungen/2026/juni/crossing-europe-filme-in-dornbirn-die-noch-unbekannten-tage
- „Crossing Europe“- Filme in Dornbirn: Die noch unbekannten Tage
- 2026-06-05T19:30:00+02:00
- 2026-06-05T23:59:59+02:00
- Spielboden, Dornbirn, Austria
Das Linzer Filmfestival Crossing Europe (28.4. – 3.5. 2026) gehört inzwischen nicht nur in Österreich zu den interessantesten Veranstaltungen dieser Art. Mit seinem Fokus auf jungen europäischen Autorenfilmer:innen zeigt Crossing Europe mit seiner konsequenten Programmierung immer wieder formal wie inhaltlich gleichermaßen aufregende und ungewöhnliche Filme. Aus dem letztjährigen Programm zeigt der Spielboden das vielfach preisgekrönte norwegische Spielfilmdebüt "Loveable" und den deutschen Dokumentarfilm "Die Möllner Briefe", der aus der Sicht der Opfer ihren Umgang mit den Traumata des rassistischen Brandanschlags von Mölln im Jahr 1992 und den Kampf mit den Behörden schildert. Aus dem heurigen Programm wurden Jola Wieczoreks beim Max Ophüls Preis preisgekrönter Dokumentarfilm "Die noch unbekannten Tage" und Kilian Fernando Friedrichs Spielfilm "Ich verstehe Ihren Unmut" ausgewählt.
Die noch unbekannten Tage
Österreich 2026, 82 min, deutsch-poln. OmdU | Regie: Jola Wieczorek | Dokumentarfilm
Als Jola Wieczorek Mutter wird und gleichzeitig ihre eigene Mutter in die Demenz gleitet, ist es an der Zeit, Erinnerungen dingfest zu machen. In den 1980er Jahren ist Wieczorek als Kind mit ihren Eltern und dem jüngeren Bruder aus Polen geflohen und dann in Österreich aufgewachsen. In DIE NOCH UNBEKANNTEN TAGE baut sie aus Briefen der Eltern Erinnerungsorte wieder auf, die sie gemeinsam besichtigen und kommentieren, und fährt, einem Road Movie rückwärts gleich, zurück an den ersten und letzten Ort, an dem sie sich nie fremd fühlte. "Die noch unbekannten Tage" nimmt den Zustand einer permanenten Sehnsucht nach Ankommen ins Visier.
Pressestimmen:
"Ein kleines Highlight des noch jungen Dokumentarfilmjahres 2026: Klassische Dokumentationstechniken wie Overvoices und Interviews werden mit modernen, essayistischen Ansätzen aufgepeppt und mit Reenactments ästhetisch aufbereitet." (film-rezensionen.de)
"Ein dichter Bilderteppich aus Erinnerungsbildern, der all die widerstreitenden Gefühle jener Zeit, alle Hoffnungen, Ängste und Wünsche, die schockhaften Erfahrungen der Unterschiedlichkeiten zwischen Ost und West nahezu sinnlich erfahrbar und nachvollziehbar macht." (kino-zeit.de)
"In der detailreichen Nachzeichnung dieses schweren Neubeginns, der nicht nur von einer prekären wirtschaftlichen Situation, sondern für die damals sechsjährige Filmemacherin auch von einem Gefühl der Fremdheit und der Zerrissenheit zwischen alter und neuer Heimat gekennzeichnet war, verdichtet sich das persönliche Schicksal zum eindrücklichen und universellen Bild der vielfältigen Folgen einer Migration." (film-netz.com))
In Kooperation mit: Crossing Europe Filmfestival Linz