La Hija Cóndor - mit Publikumsgespräch
- https://zmi.spielboden.at/Plone/veranstaltungen/2026/10_oktober/la-hija-condor
- La Hija Cóndor - mit Publikumsgespräch
- 2026-10-08T19:30:00+02:00
- 2026-10-08T23:59:59+02:00
- Spielboden, Dornbirn, Austria
R: Álvaro Olmos Torrico|BO/PE/UY 2025|103 min |Quechua/spanische Fassung mit deutschen Untertiteln | Spielfilm | Mit: María Magdalena Sanizo, Marisol Vallejos Montaño, Nely Huayta
Der Film, der beim Toronto International Film Festival 2025 seine Weltpremiere feierte, erzählt einfühlsam von einer jungen Quechua-Frau, die als Hebamme zwischen den Traditionen ihrer Heimat in den bolivianischen Anden und ihrem Traum von einem selbstbestimmten Leben ihren eigenen Weg sucht.
Hoch oben in einer abgelegenen Gemeinde in den Anden erlernt die junge Clara die traditionelle Hebammenkunst von ihrer Adoptivmutter Ana. Gemeinsam kümmern sie sich um die schwangeren Frauen der Dörfer. Auch die alt überlieferten Quechua-Gesänge, die die Geburten begleiten, übernimmt sie. Dabei ist sie für ihre wunderschöne Stimme bekannt. Insgeheim träumt Clara davon, in der Stadt als Folkloresängerin berühmt zu werden. Hin- und hergerissen, zwischen der Verantwortung für die Gemeinschaft und ihren eigenen Träumen, zieht sie schließlich in die Stadt. Am Heimatort hinterlässt sie eine schmerzhafte Lücke.
Publikumsgespräch im Anschluss
Das Thema des Films – die Schnittstelle zwischen traditioneller Geburtshilfe und gesellschaftlichem Wandel – wird im Anschluss an die Vorführung in einem exklusiven Publikumsgespräch vertieft. Als Gästin wird Anka Dür, Hebamme und Architektin, auf der Bühne stehen. Sie teilt an diesem Abend ihre persönlichen Erfahrungen und Einblicke aus ihrer Arbeit mit traditionellen Maya-Hebammen in Guatemala und schlägt damit eine Brücke von der Kinoleinwand hin zu realen, indigenen Geburtskulturen Lateinamerikas.
In Kooperation mit IG Geburtskultur a-z und Frauenmuseum Hittisau.
„Ein Film, der eine zarte und bewegende Geschichte des Wandels, aber auch der Moderne und Tradition erzählt. Ein Film, der, obwohl er durch eine sehr spezifische kulturelle Brille betrachtet wird, universell bleibt… die raffinierte Schlichtheit der Kameraführung und Ästhetik, die beiden herausragenden Hauptdarstellerinnen und die atemberaubende Kulisse der Anden.“
Begründung der Jury, Arthouse Cinema Award beim Cinélatino-Toulouse