Grünes Licht
- https://zmi.spielboden.at/Plone/veranstaltungen/2026/05_mai/gruenes-licht
- Grünes Licht
- 2026-05-14T19:30:00+02:00
- 2026-05-14T23:59:59+02:00
- Spielboden, Dornbirn, Austria
Was bedeutet ein „grünes Licht“ für das Ende eines Lebens? Und wer entscheidet, wann es erteilt wird? Der einfühlsame Dokumentarfilm begleitet Dr. Johann Spittler, einen Neuropsychiater, der an der Schnittstelle von Medizin, Recht und persönlicher Verantwortung Menschen begutachtet, die den Wunsch nach einem selbstbestimmten Lebensende äußern – und stellt die Frage, wie eine Gesellschaft mit dieser Entscheidung umgeht.
Grünes Licht
Österreich 2025, 101 min, OV | Regie: Pavel Cuzuioc
In konzentrierten, ruhigen Gesprächen trifft Dr. Spittler auf Personen, deren Lebensrealität von psychischer und körperlicher Erkrankung, dem Verlust von Selbstständigkeit sowie schwindender Autonomie geprägt ist. Es sind Leben, die zu Ende gehen wollen. Es sind Begegnungen, in denen Hoffnungen, Zweifel und Erwartungen aufeinandertreffen – und in denen jedes Wort Gewicht hat.
Die Kamera folgt dem Neuropsychiater bei seiner Arbeit an der Schnittstelle von Medizin, Recht und persönlicher Verantwortung. Dabei wird deutlich, wie nah professionelle Distanz und menschliche Nähe beim Thema „assistierter Suizid“ beieinanderliegen. GRÜNES LICHT beobachtet unkommentiert einen Alltag, der von Entscheidungen zwischen Leben und Tod sowie von Fragen geprägt ist, für die es keine einfachen Antworten gibt. Der Film zeigt, wie die Gesellschaft mit einem selbstgewählten Lebensende umgeht und wie hoch das persönliche und berufliche Risiko eines erfahrenen Experten wie Dr. Spittler sein kann, der „assistierten Suizid“ zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat – mit allen schwerwiegenden Konsequenzen für seine Freiheit.
GRÜNES LICHT wurde bei der Diagonale 2026 mit dem Franz-Grabner-Preis als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet.
Pressestimmen:
Mit GRÜNES LICHT hat Pavel Cuzuioc ein schmerzhaftes, notwendiges und zutiefst menschliches Werk geschaffen.“ (Cinema Austriaco)
„Sehr humane, emotionale Beobachtung, die nie voyeuristisch wirkt; viele Szenen brechen einen emotional.“ (Letterboxd, ★★★★)